Hans Traupe wurde am 04.05.1913 in Kunern,
Kreis Münsterberg in Schlesien, als Sohn eines Landwirtschaftsbeamten geboren.
Von 1919 bis 1924 besuchte er die Grundschule und trat dann der staatlichen
Holdungsanstalt in Walstatt bei, die er 1932 mit dem Abitur abschloss.
Dem schloss sich die Arbeit im elterlichen Betrieb in Volksen an, bis er im
April 1934 dem Infanterie-Regiment 71 der damaligen Reichswehr in Göttingen
bei. Dort leistete er bis 1936 seine Wehrpflicht ab und meldete sich danach
als Freiwilliger zur SS-Verfügungstruppe. Hier nimmt er von April 1936 bis
1937 an einem Führer-Lehrgang an der Junkerschule Bad Tölz teil, nach deren
Abschluss er zum SS-Untersturmführer befördert wird.
Am 01.05.1937 wird er als Leutnant zur Schutzpolizei nach Berlin versetzt, wo
er als Hundertschaftsführer der Polizeigruppe Nord seinen Dienst tat.
Von Januar 1938 bis Juni 1938 war er an die Offiziersschule Köpenick
kommandiert und fand dann eine Anstellung als Lehrer an der Polizeischule
Rathenow.
Mit Kriegsbeginn wird er zur SS-Polizeidivision versetzt und nimmt an
Einsätzen im Westen und ab Sommer 1941 im Norden der Ostfront teil.
Am 24.09.1942 erfolgte als SS-Hauptsturmführer und Hauptmann der Schutzpolizei
die Verleihung des Eisernen Kreuzes.
Im Januar 1944 durchbrachen die sowjetischen Gegner die Front vor Leningrad
und brachten über die 18. Armee die Gefahr der Einkesselung. Dieser Gefahr
bewusst hielt Traupe mit seinem Bataillon eine wichtige Strasse bei Libunici.
Dadurch konnte das benachbarte Korps eine Absetzbewegung vollziehen und eine
neue Stellung beziehen. Für diese Tat erhielt Hans Traupe, als
SS-Sturmbannführer und Major der Schutzpolizei und Kommandeur des I.
Bataillons des SS-Polizei-Panzergrenadier-Regiments 3 der SS-Polizeidivision,
am 23.02.1944 der Ritterkreuz.
Am 20.07.1944 zum SS-Obersturmbannführer und Oberstleutnant der Schutzpolizei
befördert, führte er im Juli 1944 die Reste der SS-Polizeidivision zurück auf
den Truppenübungsplatz "Kurmark".
Nachdem er im August/September an einem Regimentsführer-Lehrgang an der
Panzertruppenschule des Heeres in Fallingbostel teilnahm, erfolgte seine
Versetzung zur 10. SS-Panzerdivision "Frundsberg", wo er das Kommando
über das SS-Panzergrenadier-Regiment 20 übernahm.
Das Kriegsende erlebte er im Raum Dresden.
Hans Traupe starb am 23.06.2004 in Einbeck.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Quelle: "Der
Freiwillige" - Ausgabe November 2004