August Zehender wurde am 28.April 1903 in Ahlen/Württemberg als
Sohn eines Bahnbeamten geboren und trat nach dem Besuch der Realschule im Jahre
1918 in die Unteroffiziersschule in Ellwangen ein.
Im Jahr 1920 wurde er in das Schützen-Regiment 25 in Schwäbisch-Gmünd
eingestellt.
Nach Ablauf seiner 12 jährigen Dienstzeit in der Reichswehr, versah er seinen
Dienst beim Chef des Ausbildungswesens.
Mit Einführung der Wehrhoheit im März 1935 meldete er sich zur
SS-Verfügungstruppe (SS-Nummer 224 219; NSDAP-Nummer 4 263 133) und kam zum III.
Bataillon der SS-Standarte "Germania" in Ellwangen, wo er den bespannten
Zug der MG-Kompanie führte.
Wenige Jahre später war er Kommandeur der 4.(MG)-Kompanie des SS-Regiments "Deutschland".
Als Sturmbannführer erhielt er nach der Aufstellung des Kradschützenbataillons
der Division "Das Reich" das Kommando über diese Einheit, deren 1.
Kompanie von Wilhelm Kment, die 2. Kompanie von Fritz Klingenberg und die 3.
Kompanie von Christian Tychsen angeführt wurde.
Ende Juni 1941 wurde Zehender an der Ostfront bei Losza schwer verwundet und
übernahm nach seiner Genesung das SS-Reiterregiment 2 und war bis 1944 bei allen
schweren Einsätzen der SS-Kavallerie-Brigade (der späteren
8.SS-Kavallerie-Division "Florian Geyer") dabei.
Anfang des Jahres 1943 gelang es Zehender mit seinem Regiment im Raum, Belyj die
Ortschaft Cholomedina zu nehmen und die folgenden Gegenangriffe abzuwehren.
Durch weitere Angriffe auf die hinteren Linien des Gegners hatte er erheblichen
Anteil an der Einschließung und der Vernichtung durchgebrochener Feindkräfte und
erhielt als Obersturmbannführer am 10.März 1943 das Ritterkreuz.
Nach der Winterschlacht wurde der Frontbogen Wjasma-Rshew geräumt und die
Division "Florian Geyer" zur 2. Panzerarmee verlegt. Dort wurde das
verstärkte Regiment als Kampfgruppe Zehender in Rahmen des XXXXVII. Panzerkorps
unter General Lemelsen im Orelbogen eingesetzt, während der Rest der Division
bei Karatschew in Ruhe lag.
Im Frühjahr 1944 erhielt Zehender den Auftrag die 22.
SS-Freiwilligen-Kavallerie-Division "Maria Theresia" aufzustellen. Den
Stamm der Division bildete das SS-Reiterregiment 17 der
8.SS-Kavallerie-Division, das nach den Kämpfen um Kowel zur
22.SS-Freiwilligen-Division versetzt wurde. Dazu kamen Volksdeutsche ungarischer
Staatsangehörigkeit, die sich freiwillig gemeldet hatten, aufgrund der Bedrohung
ihrer Heimat. Sie stellten die SS-Freiwilligen-Kavallerie-Regimenter 52 und 53,
das SS-Freiwilligen-Artillerie-Regiment 22 und die dazugehörenden
Divisionseinheiten, im Raum Budapest, auf. Die Pferde der Division wurden in
Ungarn angekauft.
Trotz unfertiger Ausbildung wurden die unfertigen Teile der Division im Raum
Debreczen zur Verteidigung eingesetzt und kamen dann zur Verteidigung Budapests.
Der Rest der Division, mit der Masse der Pferde, verlegte in den Raum nördlich
der Donau zwischen Pressburg und Wien.
Zehender stand mit den teilen seiner Division am Südrand Budapests und kämpfte
52 Tage gegen den überlegenden Gegner wonach die Division vollständig vernichtet
wurde.
Noch am 04.Februar 1945 erhielt Zehender das 722. Eichenlaub zum Ritterkreuz,
bevor er am 11.02.1945 bei einem Ausbruchsversuch mit den Resten seiner Division
fiel.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

